Quads im Einsatz bei der Bundeswehr

Auch die Bundeswehr hat die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von Quads schon lange für sich entdeckt. Von der deutschen Bundeswehr wird besonders gerne das Modell Yamaha Grizzly 450 eingesetzt, das speziell für die Anforderungen der Bundeswehr adaptiert wurde.

Es sind vor allem die Kommando-Spezialtruppen, wie beispielsweise die ABC-Abwehrtruppe, aber auch die Marine-Kampfschwimmer, die die Quads benutzen. Schon in den 60er Jahren wurde ein Vorläufer der heutigen Quads bei der Bundeswehr eingesetzt. Es war die sogenannte Kraka der Zweirad Union, ein Fahrzeug, das besonders auf die Wendigkeit im Gelände ausgerichtet war. In den 90er Jahren wurden diese Krakas allerdings ausgemustert.

Die Bundeswehrtruppen schätzen ihre Quads vor allem aufgrund ihrer Kompaktheit, der Geländegängigkeit und weil sie sehr schnell einsatzbereit ist. Das flexible Geprächssystem ist ebenso ein großer Vorteil der speziell adaptierten Quads. Für ihren Einsatz haben sie einen leistungsfähigen Vier-Takt-Motor und ein sehr vielfältiges Zubehör. Auch in der Instandhaltung sind die Quads sehr angenehm, da sie relativ wartungsarm sind.

Im Norden Badens, in Bruchsal, hat die deutsche Bundeswehr das ABC-Abwehrkommando stationiert. Dort wird die Basis für die ABC-Abwehr von der Bundeswehr konzipiert, außerdem werden die ABC-Abwehrkräfte ausgebildet und für die Einsätze bereitgestellt. Die Soldaten setzten sich vor allem dann auf die Quads, wenn sie in ihrer Schutzkleidung mitsamt Atemgerät und einer 30 Kilogramm schweren Pressluftflasche Kampfstoffe aufspüren, dies können sowohl atomare als auch chemische Stoffe sein.

Das Quad hat im Gegensatz zu Transportern oder Panzern einfach den Vorteil, dass die Soldaten damit wendiger und mobiler unterwegs sind und so schneller an bestimmten Orten sein können, beziehungsweise eventuellen Gefahren auch deutlich kürzer ausgesetzt sind. Sobald sie die Gefahrenstoffe aufgefunden haben, markieren sie die Fundstelle und melden diese weiter.

Quads erweisen aber auch für die Kommando-Spezialtruppen einen wichtigen Dienst als Gefechts- oder Aufklärungsfahrzeug. Sie überzeugen durch ihre Belastbarkeit, Geländegängigkeit und ihre Schnelligkeit. Mit den Quads können bis zu zwei Personen plus benötigter Ausrüstung beinahe überall hinkommen. Indem die Quads mit Infrarot-Scheinwerfern bestückt sind, können mit ihnen Fahrten mit Nachtsicht-Geräten ausgeführt werden. Außerdem kann bei Bedarf ein Tragegestell angebracht werden, um Verwundete zu bergen.

Den Marine-Kampfschwimmern helfen die Quads, weil sie den Aktionsradius des jeweiligen Kommandotrupps erweitern können. Bei den Marine-Kampfschwimmern handelt es sich um hervorragend ausgebildete und hoch spezialisierte Soldaten. Diese müssen einer enormen körperlichen Belastung standhalten können und eine enorme Motivation mitbringen. Es werden ihnen viel Selbstdisziplin, Leistungswille, eine enorme geistige Flexibilität und ein starker Leistungswille abverlangt. Ein weiterer Vorteil der Quads ist, dass sie in der Regel unauffälliger sind als ein PKW.