Quadfahren in Costa Rica

Wer einmal das große Glück hat, eine Reise nach Costa Rica zu machen, der sollte es sich nicht entgehen lassen, an einer Quad-Tour teilzunehmen. Die Landschaft ist so atemberaubend schön und vielfältig, dass jeder Meter zu einem Genuss der Superlative wird. Da das Land sehr dünn besiedelt ist, gibt es noch nicht so viele asphaltierte Straßen und Wege. Geröll- und Schotterpisten sind an vielen Orten dieses wunderschönen Landes noch völlig normal. Für die Autofahrer ist dies ein Gräuel, denn die Schlaglöcher und die Unebenheiten setzen einem normalen Auto schwer zu. Autos altern in diesem Land deutlich schneller als in unseren Gefilden. Doch was dem einen Leid, ist dem anderen Freud. Die Freude haben hier die Quadfahrer, für sie ist der Untergrund der Fahrbahnen nahezu perfekt. Da der Untergrund sehr lose ist, lässt es sich besonders in langgezogenen Kurven herrlich driften; ohne dabei vom Gas zu gehen, schiebt sich das Quad quer durch die Kurven. Ein Hochgenuss für die Freunde der motorisierten Fortbewegung.

Geführte Tour oder auf eigene Faust? Was ist die beste Wahl?

Wer in einem der Küstenorte beim Quadverleiher nach passenden Gefährten Ausschau hält, wird vor die Wahl gestellt, geführte Tagestouren zu buchen oder ohne Guide alleine unterwegs zu sein. Für Anfänger empfehlen sich die geführten Touren, bei diesen gibt es meist ein kleineres Rahmenprogramm, das den meisten Touristen sehr zusagt. Es ist die beliebteste Variante. Doch der ganz große Fahrspaß kommt hier eher selten auf, die Tour-Guides richten die Geschwindigkeit und die Schwierigkeit immer nach den Fähigkeiten der Gruppe aus. Wer hier Pech hat, landet bei den absoluten Fahranfängern. Das macht keinen Spaß. Darum sind Touren auf eigene Faust die beste Wahl für den ambitionierten Fahrer, hier kommt er auf seine Kosten, hier gibt es den ganz großen Spaß, der noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Was gilt es bei solchen Quad-Touren zu beachten?

Neben der richtigen Einschätzung der eigenen Fähigkeiten sollte unbedingt Schutzkleidung getragen werden. Es muss nicht die Lederkombi sein. Aber Schutz vor Sonne, Staub und kleineren Schürfwunden, die beim Durchfahren von Gebüschen entstehen können, sollte die Kleidung bieten. Weiterhin ist gutes Schuhwerk von großem Vorteil, es kann immer wieder mal vorkommen, dass man sich oder seine Begleitung aus einer misslichen Lage befreien muss, da ist solides Schuhwerk angebracht. Es brauchen auch hier keine Motorradstiefel zu sein, ein guter Trecking-Schuh leistet schon alles, was man braucht. Wasser und vielleicht etwas Obst sollten ebenso mitgeführt werden.

Es sind nicht nur die vielen Drifts und Querfeldein-Fahrten, die einem das Herz höher schlagen lassen, es ist eben auch diese unbeschreibliche Kulisse, durch die man fährt. Die dichten Wälder, die vielen Tiere, die einem dabei begegnen, kilometerlange einsame Strände, über die man fahren kann (auch wenn dies offiziell verboten ist) und all die unglaublichen Panoramaaussichten. Es sind Bilder, die sich einem förmlich in die Netzhaut brennen, so schön sind sie. Es ist kein ganz billiges Vergnügen, aber jeden Cent wert.