Get Adobe Flash player

Die Rasse

Der American Staffordshire Terrier – Der Mutige mit den vielen Namen

Bewacht sein “menschliches Rudel” mit Argusaugen: der American Stafford ist ein dominanter Hund mit hohem Durchsetzungsvermögen

 

Allgemeines

Der American Staffordshire Terrier ist eine Kreuzung aus Terrier und Bulldog, mit der zu Beginn des 19. Jahrhunderts begonnen wurde. Den Namensteil „Staffordshire“ bekam er von seinem Herkunftsort, der Gegend um Stafford. Im Laufe der Jahre erhielt diese Hunderasse sehr viele unterschiedliche Namen. Einige davon lauten: American Bull Terrier, Staffordshire Terrier, Yankee Terrier oder Bull-and-Terrier.Trotz der ersten Spuren in England, gelten die Vereinigten Staaten von Amerika als Herkunftsland.

Geschichte und Herkunft

Ihren Ursprung haben die American Staffordshire Terrier im beginnenden 19. Jahrhundert in Englands Midlands – um Stafford herum -, wo man eine Hunderasse züchtete, die in erster Linie Mut, Ausdauer und Hartnäckigkeit besitzen sollten. Das gelang den Züchtern auch, indem sie den Bulldog mit dem Terrier kreuzten. Eingesetzt wurden diese Hunde damals im Hundekampfsport, in Arenen wo Hund gegen Dachs, Hund gegen Hund oder auch Hund gegen Ratten antraten. Diese Kämpfe wurden letztendlich im Jahre 1835 verboten. Mit dem Ende des Amerikanischen Bürgerkrieges wanderten einige der englischen Arbeiter nach Amerika aus und nahmen natürlich ihre Hunde, die man damals noch Bull-and-Terrier nannte, mit. So kam diese Hunderasse über den großen Teich. Man züchtete weiter, wobei auch auf Größe Wert gelegt wurde. Es wird angenommen, dass Airdale oder Irish Terrier mit eingekreuzt wurden. Erst 1936 wurde die Hunderasse des Staffordshire Terriers vom American Kennel Club anerkannt. 38 Jahre später fand der heutige American Staffordshire Terrier von diesem AKC offizielle Anerkennung. inzwischen gibt es auch etliche American Staffordshire Terrier Züchter in Deutschland.

Erscheinungsbild

Mit der Standardnummer 286 ist der American Staffordshire Terrier eine von der FCI anerkannte Hunderasse . Er gehört zur Gruppe der Terrier – Gruppe 3 – sowie zur Sektion 3 – Bullartige Terrier. Bei einer Widerristhöhe von zwischen 43 und 48 cm sowie einem Gewicht von 18 bis 23 kg kann man den American Staffordshire Terrier als kompakten Hund bezeichnen. Dabei hat er eine Lebenserwartung von 10 bis 14 Jahren. Das Fell dieser Rassehunde ist kurz, dicht und glänzend. Laut Vorgabe soll es sich steif anfühlen. Farblich gesehen ist jede Farbe erlaubt, von einfarbig bis zu gefleckt oder mehrfarbig. Von seiner Statur her wirkt der American Staffordshire Terrier muskulös, gedrungen und untersetzt, was den Eindruck von Stärke impliziert. Auf keinen Fall darf dieser Hund lange Beine haben oder gar leichten Körperbau vorweisen.

Wesen/Charakter des American Staffordshire Terrier

Den Hunden der Hunderasse des American Staffordshire Terriers kann man die Eigenschaften Mut, Ausdauer, Intelligenz, Treue, aber auch Dominanz zuordnen. Ferner ist er als wachsamer sowie sensibler Hund zu bezeichnen, der eine sehr starke Bindung zu seinem Besitzer aufbaut. Das hat allerdings auch zur Folge, dass er sein „menschliches Rudel“ mit Argusaugen beobachtet und bewacht, wobei es leicht zu Missverständnissen kommen kann, und er zur „Verteidigung“ übergeht. Mit anderen Hunden hat er häufig aufgrund seiner Dominanz Probleme. All das beweist: Der American Staffordshire Terrier bedarf einer konsequenten Hundeerziehung und gehört eher in die Hände von erfahrenen Hundebesitzern. American Staffordshire Terrier sind Hunde, die gefordert werden müssen. Das bezieht sich sowohl auf mentale als auch auf körperliche Arbeit. Ballspiele, Apportieren oder mit Herrchen sowie Frauchen joggen sind kleine Freuden, die man ihm gönnen sollte. Ideal sind Hundesportarten wie Agility, Obedience oder Flyball. Hohe Temperaturen verträgt er nicht besonders gut. Diese Hunderasse ist gut als Wach-, Sanitäts-, Begleit- oder Katastrophenhund einzusetzen. Auch als Therapiehund kann er bei entsprechender Ausbildung fungieren. Zum Schutzhund sollte man ihn nicht heranziehen. Besonders bemerkenswert ist die Sprungkraft dieses eher plump aussehenden Hundes. Da er in manchen Bundesländern auf der „Kampfhundeliste“ geführt wird, ist es ratsam, das eigene Grundstück mit einer mindestens 1,60 m hohen Einfriedung zu versehen sowie den Hund an der Leine zu führen. Häufiger auftretende Hundekrankheiten bei dieser Hunderasse sind Schilddrüsenunterfunktion und die Trübung der Augenlinse, der so genannte „Graue Star“. All dies sollte man berücksichtigen, sofern man sich einen American Staffordshire Terrier kaufen will.

Auslauf/Pflege

Aufgrund seines hohen Bewegungsdranges und seiner enormen Ausdauer sollte man dem American Staffordshire Terrier ausgedehnte, lange Spaziergänge sowie schnelles Laufen ermöglichen. Am besten ist er bei Besitzern aufgehoben, die selbst sportlich sind und wandern, joggen, walken oder laufen. Das Fell bedarf keinerlei besonderer Pflege, regelmäßiges Bürsten reicht aus. Bezüglich des Hundefutter ist der American Staffordshire Terrier relativ anspruchslos.

American Staffordshire Terrier in Not

Für eine gute Sozialisierung des American Staffordshire Terrier ist bereits eine gute Welpenerziehung essentiell.  Ein Stafford sollte also frühzeitig die Hundeschule besuchen, um das Miteinander mit anderen Hunden zu lernen. Dann wird man später auch an einem ausgeglichenen, friedliebenden Hund seine Freude haben. Werden Grundlagen in der Hundeerziehung versäumt, kann auch ein Stafford in Not kommen, da sein Besitzer mit der Erziehung einfach überfordert ist und den Hund in ein Tierheim abgibt. So findet man in manchen Auffangstationen auch erwachsene Rassehunde, die allerdings oft einen Hundetrainer erfordern, um die mangelnde Sozialisierung zu kompensieren.

Quelle: Hunde-Fan
weiteres auf Wikipedia.de